Section: Festivals 27479Autor: Diggi
Datum: 17.06.2014
Bereich: Festivals

Tanzen, Hauptsächlich Tanzen - RHF14 Die Hitzeschlacht!

TAG 1 Freitag, 06.06.2014

ROCK HARD FESTIVAL 2014

HORNELLA!

Unaufgeregt soll allerdings nicht Langeweile implizieren, denn auch das RHF14 war mal wieder eine sehr kurzweilige, spätestens am Sonntag viel zu kurze Veranstaltung. Was waren die Konstanten? Der Donnerstag vor Festivalbeginn war sehr regnerisch. Der Montag nach Festivalschluss war ein historischer "Schlechtwetter Tag" mit den schlimmsten Stürmen und Regenfällen im Pott seit 10 Jahren. Ergo: Das RHF wurde wieder einmal von diversen Metal Göttern Wettertechnisch behütet. Trotzdem: Besonders am Samstag und Sonntag war die Hitze grenzwertig. Was tun gegen die gelbe Sau? Trinken! Hier wurde nun das erste Mal spürbar und vermehrt harsche Kritik an der Getränkepreispolitik des Amphi Theater Betreibers laut. Ein Wasser kostet soviel wie ein Bier oder Softdrink??? Da gibt es doch gesetzliche Auflagen???

Das sollte man für das nächste Jahr unbedingt diskutieren. Ausserdem wurde beobachtet, das die sonst so umsichtige Security am Eingang, lascher als wie gewohnt manche Zeitgenossen durchgewunken haben soll. Nun mir persönlich sind keine NSBM Blindflieger unter die Augen gekommen...

Der Freitag Mittag gehört einer Thrash Metal Band, so sollten dieses Jahr die wunderbaren Nocturnal um Frontsirene Tyrannizer aufspielen und Sie erledigten Ihre Aufgabe genau so gut wie die ähnlich zu verortenden Hellish Crossfire im Jahr zuvor. Dieser Gig hat keinen Old School Thrasher kalt gelassen, geile Sache. Die Polen Decapitated bedienen mittlerweile eine etwas andere Klientel wie in Ihren Anfangstagen. Das noch aktuelle Album aus 2011 "Carnival Is Forever", war die Basis eines beeindruckend tighten Gigs, der aber mittlerweile mehr von Polyrhythmik, denn von Death Metal Raserei geprägt war. Für alte Fans sicherlich ein Auftritt mit Geschmäckle, spieltechnisch allerdings ein Sahnestück!

Das erste Highlight des Tages sollte dann mit den Chicago Asseln Midnight Folgen. Das Trio rotzte und rumpelte sich mit Ihren "Dunklen Abt Gedächtniskapuzen" durch einen energetischen Gig, der für nicht eingeweihte vielleicht zu gleichförmig erschien, diejenigen die aber das Album und auch den neuen Song "Evil By The Knife" kennen sind steil gegangen, inklusive Euer Rezensent natürlich! In diesem Sinne: "Berlin is Burning", Gelsenkirchen auch!

Die Reiter kamen, sahen und siegten, auch wenn mir die Setlist zu "aktuell" war, da haben diverse Smasher aus der mittleren bis frühen Phase der "Über den Tellerrand Gucker" gefehlt. Trotzdem: Die Apo Reiter sind eine feste Größe im Festival Zirkus und wer sie bucht, der wird auch nicht enttäuscht! Wein Weib und Gesang par excellence. Das totale Kontrastprogramm folgte dann mit Tryptikon, die das muss man ganz klar konstatieren, nicht an Ihre intensive Leistung des ersten RHF Gigs heran kamen. Vielleicht hätte es ein Hellhammer Kracher geschafft, die bleierne Schwere, die von dem doomigen Material ausgeht von den Zuschauern zu nehmen. Tom, warum "verdoomst" Du mittlerweile auch Celtic Frost Songs? Nun, Tryptikon waren intensiv, sind aber mittlerweile auch eine typische Love it or hate it Kapelle und dieses Jahr waren die in der Überzahl, die sich von dem hitzigen Tag mit einem Bier abkühlen wollten.

Bald hier an dieser Stelle mehr zum Tag 2!

DIGGI.

 



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