Section: Fun 23417Autor: Amir
Datum: 08.03.2013
Bereich: Fun








Tradition in einer modernen Zeit

Historischer Jahrmarkt Bochum - 03.03.2013

Verschiedene alte Originalfahrgeschäfte...

Worum also geht es? Die Jahrhunderthalle in Bochum, mitten im Herzen des Ruhrpotts (und damit sind wir ja auch schon wieder mitten in der Metal-Szene) ist eine alte Industriehalle mit einem besonderen Charme (siehe Foto). Bereits zum 6. Mal wurde im Februar/März ein historischer Jahrmarkt abgehalten, der die Bezeichnung "größter europäischer Indoorjahrmarkt" trägt. Karussells, Riesenrad und riesige Musikorgeln. Kirmes wie vor gut 100 Jahren eben.

Zu Zeiten als der Auto Scooter noch "Selbstfahrer" hieß und "Hau´ den Lukas" eine klassische Attraktion auf dem Jahrmarkt war, an dem die Herren der Schöpfung sich - vor den Damen - hinsichtlich ihrer Kräfte messen konnten.

Auch eine Geisterbahn gab´s damals schon und natürlich auch zahlreiche Stände für´s leibliche Wohl. Traditionell und von Muskelkraft betrieben konnte man eine Schiffsschaukel für Kinder bewundern, es gab auch einen Schießstand und ein Kettenkarussell. Das Riesenrad war zwar nicht so groß wie die heutigen Exemplare, dafür drehte es sich mit einer amtlichen Geschwindigkeit...Uiiiih!

Die Ausstattung und künstlerische Ausgestaltung der Fahrgeschäfte war gerade bei den Karussellen noch echte Feinarbeit und es gab - im Vergleich zu den heute recht steril anmutenden Ausgaben moderner Tage - viele Details zu entdecken.

Der Vorläufer des Love-Express, noch etwas langsamer aber für damalige Tage sicherlich rasant genug, war ebenfalls im Angebot wie ein modernerer Nachfolger.

Soweit zum Traditionellen. Das Moderne war das Flatrate-Angebot. Im Gegensatz zu den heutigen Volksfesten, bei denen man für 4-5 Fahrten schon 8-15 Euro los wird, hatte man an diesen Wochenenden in Bochum die Möglichkeit mit einem Armband (vergleichbar mit dem System des all inclusive-Hotels in der Dom Rep) alle Fahrgeschäfte so oft man wollte zu nutzen für 12,50 Euro bzw. 9,50 Euro (Kinder bis 14 Jahre). Das ist doch mal bei den sonst allgemein gültigen Preisen anno 2013 eine faire Sache.

Die auch auf guten Anklang zu stoßen schien, denn die Halle war gut gefüllt, wobei sich grundsätzlich die Leute gut verteilten und dennoch entstanden hier und da gewisse Schlangen. Aber allerorts konnte man geduldiges Warten auch bei den kleinen Gästen beobachten.

Insgesamt also ein Vergnügen für junge und alt. Auch das Publikum war bunt gemischt und die Generationen schienen gemeinsam in der Vergangenheit zu stöbern. Eine tolle Sache und mal ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich könnte mir gut vorstellen, auch nächstes Jahr wieder vor Ort zu sein...auch für euch - insbesondere mit Kindern - gilt: Antesten!!


(Amir Djawadi)



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