Section: Festivals 20775Autor: Amir
Datum: 09.04.2012
Bereich: Festivals














Weert

08.-10.07.2011

BOSPOP FESTIVAL 2011

So lassen wir es uns auch seit einigen Jahren nicht nehmen, Jahr f├╝r Jahr nach Weert zu pilgern, um der interessanten Mischung von Pop bis Metal und Einigem dazwischen unser Geh├Âr zu geben. Das Konzept, eine Hauptb├╝hne mit einer kleineren Zeltb├╝hne zu kombinieren ist nicht neu, aber man hat es praktisch perfektioniert und l├Ąsst im Ablauf keine L├╝cken, d.h. es gibt durchgehend Musik und man muss dennoch nichts verpassen, weil es kurze Wegen zwischen den beiden B├╝hnen gibt.

Nach einer langen Zeit in einer eingespielten Location gab┬┤s vor einiger Zeit den Wechsel zu den neuen ├ľrtlichkeiten, die sich aber auch schon nach der kurzen Zeit etabliert haben.

Das BOSPOP 2011 - also erneut am nunmehr "etablierten" Platz im Norden von Weert. Und Paul Adriaans und sein Team w├Ąren nicht sie selbst, h├Ątten sie nicht gegen├╝ber 2010 noch einiges verbessert bzw. ver├Ąndert. Das macht sich insbesondere bei der Verkehrsf├╝hrung zu den Parkpl├Ątzen noch vor dem Zutritt zum Gel├Ąnde als allererstes positiv bemerkbar.

Also auf in die n├Ąchsten 3 Tage BOSPOP...

Am Freitag ging┬┤s los mit THE 101┬┤S - nie vorher geh├Ârt. Und dann gab┬┤s auch schon gleich den ersten gro├čen Namen im Programm, das anno 2011 arg poplastig war und neben dem deutlichen Prog-Einschlag (siehe z.B. den Sonntags-Headliner DREAM THEATER) keinen h├Ąrteren Rock oder gar Metal zu bieten hatte. GIANNA NANNINI gab eine einst├╝ndige Performance zum besten und das um kurz vor 15 Uhr nachmittags.

Weitere ansehnliche Acts, deren Pr├Ąsenz in der Musikszene teilweise schon seit vielen Jahren besteht waren FOREIGNER, die das Publikum mit Songs wie "Double Vision", "Waiting for a Girl Like You" und dem absoluten Klassiker "I Want to Know What Love Is" begl├╝ckten, THE ANSWER und JOURNEY. Den Abend rundete kein Geringerer als JOE COCKER mit seiner Performance ab. Hier findet ihr seine Setlist des 90-min├╝tigenGigs vom Abend des 08.07.2011:

Hitchcock Railway

Feelin┬ĺ Alright (Traffic cover)

The Letter (The Box Tops cover)

When the Night Comes

Unforgiven

Summer in the City (The Lovin┬ĺ Spoonful cover)

Up Where We Belong

You Are So Beautiful (Billy Preston cover)

Hard Knocks

N┬ĺoubliez Jamais

Come Together (The Beatles cover)

You Can Leave Your Hat On (Randy Newman cover)

Unchain My Heart (Ray Charles cover)

With a Little Help from My Friends (The Beatles cover)

She Came in Through the Bathroom Window (The Beatles cover)

Cry Me a River (Ella Fitzgerald cover)

High Time We Went

Dann gab┬┤s Tag 2 - den Festivalsamstag beim diesj├Ąhrigen BOSPOP.

Schon zeitig am Samstagnachmittag wird mir klar, warum gef├╝hlte 25% des Publikums mit BEATLES-T-Shirts ruml├Ąuft, denn auf der Hauptb├╝hne steht Ringo Starr auf dem Programm. Ringo Starr!!! Der "andere" noch lebende Beatle. Ein Mensch, dessen Lieder schon zum musikalischen Erbe der Menschheit geh├Ârt haben, als ich in die Windeln geschissen habe.

Ein Musiker, der wahrscheinlich irgendwo ein kleines rotes Notizbuch rumliegen hat mit tausenden Telefonnummern, die er wahllos anrufen kann, um immer die gleiche Antwort an Telefon zu bekommen: "Wow, klar, spiele ich auf der n├Ąchsten Tour mit dir..!!!" - Deshalb nennt sich seine Promibegleitung auch "All Starr Band".

W├Ąre ich BEATLES-Fan, vielleicht sogar lebender Zeitzeuge der "Fab Four", w├Ąre ich vielleicht etwas entt├Ąuscht von der derzeitigen Setlist. Klar kommen die BEATLES prominent vertreten zum Zuge, aber dem Pr├Ądikat "All Star(r) Band" zur Folge hat nahezu jeder beteiligter Musiker auch eines seiner Sch├Ątzchen im Gep├Ąck. So wird es mehr eine Zeitreise durch das "who is who" der guten Popmusik der 60er und 70er-Jahre.

Highlights f├╝r mich waren "Yellow Submarine", was bei dem warmen wetter f├╝r allseits irre gute Laune sorgte und das wunderbar interpretierte "Broken wings".

Was nahezu jeden Song zus├Ątzlich aufwertet, sind Ringos Kommentare und Anekdoten zwischen den Titeln. Er war dabei. Mittendrin. Stilbildend. Und heute Nachmittag ist er hier und kann davon erz├Ąhlen. Insoweit eine geniale Geschichtsstunde. School of Rock...

Der "Stundenplan":

1.It Don┬ĺt Come Easy

2.Honey Don┬ĺt (Carl Perkins cover)

3.Choose Love

4.What I Like About You (The Romantics cover; Wally Palmar on vocals)

5.Love Is Alive (Gary Wright cover; Gary Wright on vocals)

6.Yellow Submarine (The Beatles)

7.Frankenstein (The Edgar Winter Group cover; Edgar Winter as featured artist)

8.Back Off Boogaloo

9.Rock and Roll, Hoochie Koo (Rick Derringer cover; Rick Derringer on vocals)

10.I Wanna Be Your Man (The Beatles)

11.Broken Wings (Mr. Mister cover; Richard Page on vocals)

12.Photograph

13.Act Naturally (Buck Owens cover)

14.With a Little Help from My Friends (The Beatles)

15.Give Peace a Chance

Eine ganz andere School Of Rock dann anschlie├čend auf der Zeltb├╝hne: The Bosshoss. Anders als auf vergangenen Tourneen h├Ąlt sich mittlerweile der Anteil der Eigenkompositionen und "vercowboyten" Songs ann├Ąhernd die Waage. Ich war ├╝berrascht, dass dieser Partysound auch hier in Holland eine begeisterte Anh├Ąngerschaft fand, denn das Zelt stand zwar nicht Kopf, aber es gab gerade im hinteren Teil doch immer wieder spontane Square Dance-Gruppen. Ich gehe davon aus, dass sich die Gro├čstadt-Cowboys damit den Weg geebnet haben, auch nochmal Hallenkonzerte in Holland zu geben.

Auf der Hauptb├╝hne dann eine gekonnte Rolle r├╝ckw├Ąrts mit der Musik-Zeitmaschine um 50 und ein paar Jahre: Brian Setzer, der Kopf der STRAY CATS, unterst├╝tzt von Slim Jim Phantom, hatte den Cadillac vorgefahren, den Standbass auf der B├╝hne geparkt und der Rockabillysau den Schwanz angekokelt. So ging es mit 80 Sachen eine Stunde lang durch das Genre, das dank der STRAY CATS Anfang der 1980er-Jahre ein Revival erfuhr, welches bis heute eine starke Anh├Ąngerschaft hat. Besonders in Eindhoven, in der Nachbarschaft von Weert, sind mit Bands wie PETER PAN SPEEDROCK Vertreter der neuen Generation dabei, das Erbe fortzuf├╝hren.

1.Ignition

2.This Cat┬ĺs On A Hot Tin Roof

3.Drive Like Lightning Crash Like Thunder

4.8 Track

5.Slow Down ┬ľ Folsom Prison Blues

6.Put Your Cat Clothes On

7.2nd Set (with Slim Jim Phantom)

8.Rumble in Brighton

9.Runaway Boys

10.(She┬ĺs) Sexy + 17

11.Stray Cat Strut

12.Lonesome Blues - Be Bop A Lula

13.Fishnet Stockings

14.Rock This Town

GREGG ALLMAN auf der Zeltb├╝hne habe ich mir anschlie├čend nur kurz angesehen. Ich muss gestehen, dass ich nichts von dem kenne, was er musikalisch an den Tag gelegt hat. F├╝r mich ist das handwerklich einwandfreier Bluesrock. Gut anzuh├Âren, ebenso chillig wie angenehm zur├╝ckhaltend. Sorry an alle G.A.-Fans...

"Die letzte Sensation der 80er" hat das "Rolling Stone"-Magazin ROXETTE einmal genannt. Und womit? Mit Recht!!! F├╝r mehrere Jahre hat die schwere Erkrankung von S├Ąngerin Marie Fredriksson die Band auf Eis gelegt. Aber in diesem Sommer ist das Duo gottseidank wieder unterwegs, als sei nichts geschehen.

Dementsprechend enthusiastisch gehen auch die Zuschauer mit. Sowohl bei schnelleren St├╝cken wie dem Opener "Dressed For Success" als auch bei ruhigeren Nummer wie z.B. "Spending My Time". ROXETTE ist eine dieser Bands, wo man immer anl├Ąsslich eines Konzertes gewahr wird, wie viele tolle Ohrw├╝rmer da in etwas mehr als 22 Jahren zusammen gekommen sind. Und das kann man dann geb├╝hrend am St├╝ck feiern. Aus dem gleichen Grund ist es nicht verwunderlich, dass das einzig Entt├Ąuschende nach rund 75 Minuten Spielzeit ist, dass nicht weitere 75 Minuten folgen. Das Repertoire gibt es ja allemal her.

1.Dressed for Success

2.Sleeping in My Car

3.The Big L.

4.Spending My Time

5.She┬ĺs Got Nothing On (But the Radio)

6.Perfect Day

7.It Must Have Been Love

8.7Twenty7

9.Fading Like a Flower

10.How Do You Do!

11.Dangerous

12.Joyride

13.Listen to Your Heart

14.The Look

Meine Samstagsdosis BOSPOP beschlie├če ich anschlie├čend im gro├čen Zelt mit Roger Hodgson, dem breiteren Publikum bekannt als die Stimme von SUPERTRAMP. Und das sind auch schon die beiden Gr├╝nde, warum ich diesen sympathischen ├Ąlteren Herren jedes Mal und vorwiegend auf Festivals wieder gerne sehe: Absolut zeitlose Songs und eine dieser Gesangsstimmen, wie es sie nur eine unter 10.000 gibt. Melancholisch, ausdrucksstark, einfach nur toll. Mr. H. wei├č, was er den Leuten im ├╝berquellenden Zelt schuldig ist, und beschr├Ąnkt sich bei seinem knapp 90min├╝tigen Set darauf, seine Solokarriere lediglich mit "In Jeopardy" anklingen zu lassen. Die weiteren 85 Minuten geh├Âren SUPERTRAMP. F├╝r mich die Kr├Ânung: Das sagenhafte Keyboardsolo am Anfang von "School" und das jazzige Arrangement bei "Breakfast in America". Ein Auftritt der Sorte "jederzeit immer wieder gern"!!!

1.Take the Long Way Home

2.School

3.In Jeopardy

4.Breakfast in America

5.The Logical Song

6.Lord Is It Mine

7.Know Who You Are

8.Dreamer

9.Fool┬ĺs Overture

10.Give a Little Bit

11.It┬ĺs Raining Again

12.Breakfast in America

Wenn man so gut mit abwechslungsreichem Musikprogramm unterhalten wird, vergehen drei Tage wie im Flug. So begann schon bald das Programm des Abschlusstages des niederl├Ąndischen Events. Bereits um kurz vor 12 Uhr mittags wurde am Sonntag der Startschuss f├╝r den letzten Festivaltag des Jahres 2011 abgefeuert.
Am Sonntag haben wir einfach da weiter gemacht, wo wir am Samstag aufgeh├Ârt haben: gute Musik h├Âren und ein lekker Bierche auf der Faust.

Weniger klangvolle Namen hatten den Vortritt mit VANDENBUYST, MALINA MOYE und THE JUKE JOINTS. Aber mit dem zunehmenden Ablauf des Programms tauchten dann auch Bands auf, mit deren Bezeichnung man auf Anhieb etwas anfangen konnte. Am Nachmittag enterten so z.B. TRIGGERFINGER die gro├če B├╝hne. Gefolgt von THIN LIZZY.
THIN LIZZY d├╝rften einen einsamen Rekord halten: seit 28 Jahren ist kein neuer Song ver├Âffentlicht worden (die "Dedication"-Single von 1991 z├Ąhlt nicht, das ist ein Outtake) und dennoch ist man unerm├╝dlich auf Festivals und Solo-Torneen pr├Ąsent. Und womit? Mit Recht, nat├╝rlich!!! Denn das jeweilige etwas modifizierte Best Of-Set geh├Ârt auf die Strasse, damit diese geniale Musik nicht in Vergessenheit ger├Ąt. God gave Rock┬ĺn┬ĺRoll to you...

Unn├Âtig zu erw├Ąhnen, dass die Songs, die hier in 75 Minuten abgefeiert werden, von den meisten Anwesenden altersbedingt mitgesungen werden k├Ânnen. Und bei Knallern wie z.B. "Whiskey In The Jar" schmeckt das Bierchen gleich nochmal so gut. Wehm├╝tig wird es in etwa der Mitte des Sets: Scott Gorham greift zum Mikro und k├╝ndigt "Emerald" an - eine Liebeserkl├Ąrung an die (smaragd-)gr├╝ne Insel, geschrieben von Phil Lynott und bis zuletzt auch von Gary Moore immer wieder mal live aufgef├╝hrt. Mit einem Blick gen Himmel und einem "For you, boys!!!" haut er in die Saiten. Auch ich hebe meinen Becher zum stillen Salut. ├ähnliche Gef├╝hle beschleichen mich nochmals beim sehr verhalten gespielten "Black Rose" am Ende des Sets. Gro├čes Tennis hier und heute...

1.Are You Ready

2.Waiting For An Alibi

3.Jailbreak

4.Don┬ĺt Believe a Word

5.Whiskey in the Jar

6.Emerald

7.Sha La La

8.Cowboy Song

9.The Boys Are Back In Town

10.Rosalie (Bob Seger cover)

11.Black Rose

Anschlie├čend gab┬┤s mit WALTER TROUT einen Klassiker der Szene und einen in den Niederlanden und auf dem BOSPOP recht etablierten Act. Echt hochwertige Musik einer qualitativ exzellent besetzten Formation gab┬┤s dann auf der Hauptb├╝hne. Es folgten BLACK COUNTRY COMMUNION.

Ein Steh-Auf-M├Ąnnchen des Rock┬ĺn┬ĺRoll erlebt gerade seinen mindestens dritten Fr├╝hling und l├Ąsst uns alle daran teilhaben: Glenn Hughes mit seiner Formation BLACK COUNTRY COMMUNION. Wenn man bedenkt, dass die Truppe gerade einmal 14 Monate in dieser Besetzung zusammen ist und bereits das zweite Album am Start hat, kann man erahnen, wie sich insbesondere Glenn und der Gitarrist Joe Bonamassa gegenseitig kreativ anfeuern.

Der Wechsel zwischen dem Material der beiden Alben innerhalb der Setlist zeigt das gleichbleibend hohe Niveau der Songs. Gutgelaunt treibt Mr. Hughes die Menge vor der B├╝hne ein ums andere Mal zum Mitmachen an. Joe Bonamassa selbst haut neue Soloalben mit einer Frequenz raus wie meine Oma SMS zu Weihnachten. Deshalb verwundert es nicht, dass eines seiner neueren St├╝cke - "The Ballad Of John Henry" - im Set zu finden ist. Meine Highlights heute nachmittag: Der Sonne-und-Cabrio-Song "The Outsider" und (unvermeidlich!) die Deep Purple-Referenz "Burn" als Rausschmei├čer.

1.Black Country

2.One Last Soul

3.Beggarman

4.Crossfire

5.Song of Yesterday

6.I Can See Your Spirit

7.Save Me

8.The Ballad of John Henry

9.The Outsider

10.Man In the Middle

11.Burn

Dann sollte das diesj├Ąhrige Event mit einer fetten Dosis Prog Metal ausklingen. Den Anfang machte die polnische Band RIVERSIDE auf der Zeltb├╝hne. Bei insgesamt warmem Open Air Wetter war man dankbar, dass die neue Zeltkonstruktion mehr offene Wandanteile hatte und damit verhindert wurde, dass die Luft zu stickig wird. Leider gab┬┤s zu der recht ansprechenden Lichtshow auf der B├╝hne keinen besonders brauchbaren Sound.

Schade bei doch eher anspruchsvoller Musik. Das Zelt f├╝llte sich rasch mit interessiertem Publikum (kein Wunder, wenn man die Menge der DREAM THEATER-Shirts in der Menge betrachtete). Man versuchte die Fans im Zelt zum Mitsingen zu animieren, was auch ansatzweise gelang.

Ich hatte schon ein paar Mal die Gelegenheit, die Mannen um S├Ąnger und Bassist Mariusz Duda Live zu erleben, aber irgendwie wurde die Vorfreude auf den heutigen Gig getr├╝bt. Irgendwie kam die Performance nicht so ├╝berzeugend und ansprechend ┬┤r├╝ber, wie ich es nach meinen Vorerfahrungen erwartet und erhofft h├Ątte. Leider etwas entt├Ąuschend.

Aufgrund der L├Ąnge der Songs blieb es bei einem Set von 6 Tracks: "Living In The Past", "Conceiving You", "Egoist Hedonist", "Left Out", "02 Panic Room" und "Second Life Syndrome". Wenn man mich fragt, h├Ątte auch eine st├Ąrkere Songauswahl zu einem gr├Â├čeren Erfolg des Auftritts beitragen k├Ânnen. Aber gut, wenn man die Band von anderen Shows und den Alben kennt, wei├č man, was sie drauf haben. Nur um neue Fans zu finden, war das keine Galavorstellung.

Dann kam er, der gro├če Moment: das erste Mal DREAM THEATER live on stage (f├╝r mich) ohne Mike Portnoy und mit Mike Mangini an seiner Stelle. Leider hatten die New Yorker Prog Metaller anfangs noch ziemlich mit Soundproblemen zu k├Ąmpfen. Dennoch war es insgesamt eine runde Sache, was die Herren um Frontmann James LaBrie da boten. Es gab eine starke Songauswahl, mit Tracks aus verschiedenen Epochen der Bandhistorie und mit "On the backs of angels" sogar einen neuen Song des im September erscheinenden neuen Albums, des ersten in der Post-Portnoy-├ära.

Das gute St├╝ck wird den Titel "A dramatic turn of events" tragen und wenn man dem Eindruck des ersten pr├Ąsentierten neuen St├╝ckes glauben m├Âchte, recht nahtlos an die bisherige Entwicklung der Band anschlie├čen ohne spektakul├Ąre Umbr├╝che zu bieten.

Nach dem Opener "Under a glass moon" (passend zum am kaum bew├Âlkten Himmel leuchtenden Mond ├╝ber der Haupb├╝hne) gab┬┤s auch noch St├╝cke wie "Forsaken" aus der neueren Zeit sowie u.a. "Caught in a web", welches ja schon ein paar J├Ąhrchen auf dem Buckel hat. "Endless sacrifice", "Through my words", "The count of tuscany" und die Zugaben "The great debate" und "Peruvian skies" waren weitere Songs im Set an jenem Abend.

Mike Mangini - ja, er ist in gro├če Fu├čstapfen getreten und auf seine Art f├╝llt er sie aus. Eine charismatische Pers├Ânlichkeit wie Mike Portnoy ist nicht mal eben (wenn ├╝berhaupt jemals) zu ersetzen, aber spielerisch ist "der neue Mike" sicherlich eine Bank, auch wenn er viel energieverbrauchender spielt und ihm (noch) eine gewissen Leichtigkeit fehlt. Insgesamt f├╝gt er sich gut ein und auch wenn nat├╝rlich nach der kurzen Zeit eine echte Eingespieltheit noch fehlt, so scheint es alles in allem eine runde Sache zu sein und zunehmend zu werden. Man kann sich sicherlich schon auf die neue CD und die dazugeh├Ârige Tour freuen...ich denke, ich werde da sein...

Das gilt im Normalfall auch f├╝r das n├Ąchste BOSPOP-Festival...2012...



(Bericht Dirk Limberg und Amir Djawadi - Fotos siehe Copyright des offiziellen Festivalfotografen)



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