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Section: Reviews 16829Autor: Metalhead
Datum: 02.07.2010
Bereich: Reviews

Beeindruckendes Instrumentalwerk des Nachwuchs-Shredders

Shredcore

CONATANTINE

Der junge CONSTANTINE (eigentlich Konstantinos Kotzamanis) hat bereits eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. 2007 stieg er gerade mal 19 Jahre alt bei NIGHTRAGE ein und ersetzte dort Gus G. Im selben Jahr noch wechselte er zu DESCENDING. So nebenbei startete CONSTANTINE noch seine Solo-Karriere und stieg außerdem 2008 als neuer Gitarrist bei MYSTIC PROPHECY ein, wo er Martin Grimm ersetzte (der wiederum einige Jahre zuvor Gus G. ersetzt hatte ;-) ). In diesem Review kümmere ich mich allerdings um CONSTANTINEs selbstbenanntes Solo-Projekt. Hier hat er mit "Shredcore" sein Debutalbum am Start.
 
"Shredcore" ist ein Instrumentalalbum, und eigentlich können mich komplett instrumentelle Geschichten selten hinter dem Ofen vorlocken. Mir ist Gesang wichtig und die Leistung eines Sängers spielt bei meinen Reviews deswegen auch immer eine große Rolle. Im muss aber zugeben, dass ich auf "Shredcore" zu keiner Zeit einen Sänger vermisse. Was CONSTANTINE in den neun Kompositionen an megaklasse Riffs, Licks und Soli (okay, das ganze Werk ist im Grunde ein Solo) vom Stapel lässt, ist einfach nur stark. Die Anwesenheit eines Sängers würde nur stören und von dem vielseitigen, virtuosen Gitarrenspiel des Jung-Shredders ablenken.
 
Es ist sicherlich nicht so einfach ohne Gesangspart mitreißende Hooklines zu entwickeln, doch CONSTANTINE gelingt es durchgehend. Die Melodien mit ihrem öfters exotisch angehauchten Touch gehen gut ins Ohr. Die technische Leistung ist dabei jederzeit perfekt. Auf das Nennen spezifischer Anspieltipps kann ich verzichten, da der Grieche durchweg auf hohem Niveau komponiert hat. Von dem "...core" im Albumtitel sollte man sich nicht täuschen lassen, es drückt ganz einfach eine Art extrem aus – in dem Fall extrem gutes Shredding. Stilistisch gesehen ist  wohl Neoclassical Power Metal am Zutreffendsten.
 
Im Fazit ist "Shredcore" ein richtig gelungenes Instrumentalwerk, das auch Leuten gefallen könnte, die sonst rein instrumentellen Geschichten gegenüber eher abgeneigt sind. Von mir bekommt CONSTANTINE für diese Leistung jedenfalls hochverdiente 8,5 von 10 Punkten.
 
Tracklist:
1. 2 Fast 2 Furious
2. Distracted
3. Rational Chaos
4. Jihad
5. A Fine Day To Die
6. The Blame Game
7. A Rose For Rejection
8. A Tear In The Open
9. Playing With Fire
 
7Hard – Release-Datum: 02.07.10

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